20. November 2007: Kaum an einer anderen Woche, als an der Letzten, wurde das Zitat: "Wo Licht ist, da fällt Schatten" so wahr wie diese Vergangene. Denn in der letzten Woche, wurde bekannt, dass ein 43 Jahre alter Mann, sein ein Jahr junges Kleinkind, in meinem Landkreis, in Nördlingen genauer gesagt, zu Tode quälte!
Das macht mich sprachlos - und wütend. Frage mich selbst, wie ich für eine derart schlechte und finstere Gestallt beten soll. Ich tuh es einfach nicht. Nur vielleicht hatte der Mann auch keinen Menschen, der für ihn bat. Der vor Gott bei Ihm für etwas "stritt". Sicher - so reime ich es mir zusammen, glaubte der Mann auch nicht an Gott. Also was soll er noch als Übel oben drauf bekommen, frage ich mich?! Ist er nicht genug bestraft, in dem er eine charakterlose Tat unmenschlichen Ausmaßes begangen hatte. Sein Kind geopfert. Vermutlich war er besoffen, denk ich. Mir reichte auch schon, was ich hörte. Und genau an diesem Punkt, stoßen wir schon wieder an Gott. Müssen wir letztlich einsehen, dass auch wenn wir an unsere Grenzen stoßen. Gott aber nicht. Ein Gott, der im Leben und im Tod ist - der IST ganz einfach. Und das macht ihn erhaben. Unterscheidet ihn vom Götzen! Und ich bin mir wieder sicher, dass dieses Kind bei ihm ist. Dafür dank ich ihm. Und werde erinnert, an das Mustergebet, in dem Jesus sagt: "Vergebe uns, wie auch wir vergeben unseren Sündigern..." An so einer Gedankenstelle, müssen wir uns selbst prüfen in wie weit wir es ernst nehmen - doch die nächste Frage wäre ja rein hypotetisch; ob wir immer noch zur Vergebung bereit wären, wären wir mit diesem Kind direkt verwandt?! Ich weiß es nicht - aber je mehr ich mich mit diesem Gedanken auseinander setze, merke ich Liebe und Gnade kann nichts übersteigen - letztendes haben wir sie alle nötig.
Im RTL-Nachtjornal, in der Nacht zum 05. auf 06. Dezember sprach der Sender davon, dass wöchentlich in diesem Land
3 Kinder getötet werden! Das ist wohl "nur" die Zahl der illegalen Morde, also ohne Abtreibung - ächtet dieser Staat schließlich letzteres nicht. Was ich als teuflisch und urban betrachte. Daher rufe ich auf, beim nächsten Wahlurnengang, den Wisch mit dem Vermerk: "ändert erst mal §218" druch zu streichen!
Wir haben jetzt den 23. November 2008 - also genau einen Monat vor meinem 30. Geburtstag. Inzwischen fällt es mir einfacher für Verlorene Seelen zu beten. Bin mir mehr und mehr bewußt, dass auch ich - wäre ich nicht christlich erzogen worden, eine verlorene Seele wäre.
